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Aktion „Let’s Putz“ in Leingarten
Zweimal im Jahr heißt es bei uns: Ärmel hochkrempeln für die Umwelt! Die Aktion „Let’s Putz“ ist eine feste Tradition in unserer Stadt, um die Natur von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien und unser Stadtbild nachhaltig zu verschönern.
Die Aktion wird mit großem Engagement vom Fischerverein Leingarten organisiert. Dabei arbeitet der Verein eng mit dem Technischen Dienst der Stadt Leingarten zusammen. Diese Kooperation stellt sicher, dass die Aktion reibungslos abläuft – von der Bereitstellung des notwendigen Materials bis hin zum fachgerechten Abtransport des gesammelten Unrats.
Was ist das Ziel?
Jeweils im Frühjahr und im Herbst ziehen freiwillige Helferinnen und Helfer los, um Bachufer, Waldränder und öffentliche Flächen zu reinigen. Dabei geht es uns um mehr als nur Sauberkeit: Wir möchten ein aktives Bewusstsein für unsere wertvolle Natur direkt vor der Haustür schaffen und den Gemeinschaftssinn in Leingarten stärken.
Vergangene Let's Putz Aktionen
Let's Putz März 2026
Über 60 fleißige Helfer sind bei der 25. kommunalen Säuberungsaktion „Let’s Putz Leingarten“ dabei
Der Fischereivereins-Vorsitzende Andreas Schuster steht nach der am Vortag abgehaltenen Mitgliederversammlung, bei der er für weitere drei Jahre im Amt bestätigt wurde, auch an diesem sonnigen Samstagnachmittag wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Mit präzisen Anweisungen teilt er im Hof vom Technischen Dienst (TD) die 66 freiwilligen Helfer der kommunalen Säuberungsaktion „Let’s Putz Leingarten“ ein, die jetzt zum 25. Mal mit der im Frühjahr und Herbst stattfindenden Putzete des Fischereivereins kombiniert wurde.
Fast die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Acht Kolonnen, begleitet von vier TD- und drei Feuerwehrfahrzeugen, machen sich entsprechend Schusters Einsatzplan auf den Weg, um die Spazier-, Rad- und Feldwege sowie die Straßenränder, Biotope, Bach- und Seeufer vom Müll derer zu beseitigen, die den Unrat in der Landschaft entsorgen.
Mit viel Enthusiasmus rücken Bürger, Mitarbeiter vom Technischen Dienst (ehemals Bauhof), Mitglieder des Fischereivereins, der Jugendfeuerwehr einschließlich Kindergruppe „Brandknirpse“ und die in Schwaigern ansässige Naturschutzjugend „Naju“ bei der zweieinhalbstündigen Freiwilligenaktion zu ihrem Einsatzort aus.
„Der Unrat ist etwas weniger geworden“, findet Schuster, der am Vortag die Strecke bereits inspiziert hat. Allerdings habe es noch immer stark vermüllte Stellen an den Straßenrändern gegeben. Als „eine Katastrophe“ bezeichnet Stadträtin Ute Massa gar den Zustand an der stark befahrenen Nordheimer Straße. Es sei unglaublich, was die Leute einfach wegwerfen.
Am Ende werden wieder viele Säcke voller Unrat zur Entsorgung abtransportiert. Darunter sind nicht nur Gegenstände, die wie Schuster mutmaßt, Autofahrer schnell aus dem Fenster geworfen haben, sondern auch ein Schlafanzug, Kartonagen, ein komplettes Essen sowie jede Menge Coffee-to-go-Becher, Pfandflaschen und -dosen, sogenannte Flachmänner und Zigarettenschachteln. An der Kirchhausener Straße stöbert der Säuberungstrupp sogar ein Motorrad-Nummernschild mit gültigem TÜV bis 07/26 und eine Krankenversicherungs-Karte auf, die an das Fundamt weitergeleitet werden.
Der Ehrenvorsitzende des Fischereivereins, Hans Ulrich, berichtet von einer nachahmenswerten Umweltaktion des SV Leingarten. Der Verein habe am Vormittag mehrere Stunden lang mit zahlreichen Jugendlichen und Erwachsenen den Bereich rund um das Heuchelbergstadion, den Waldspielplatz, die oberhalb befindlichen Parkplätze und die zum Turm führende Wasserstaffel vom Unrat befreit.
Andreas Schuster lobt das Helferteam für seinen Einsatz und die zahlreichen Jugendlichen und Kinder für ihren Eifer. Er hofft auch für die Herbstputzaktion auf so eine hohe Beteiligung.
Mit einem deftigen Vesper, bestehend aus Steaks, Käse, Grill- und Dosenwurst sorgt der Fischereiverein in der Halle des technischen Dienstes für das launige „Aprè Putz“
Text und Fotos: Josef Staudinger
Let's Putz November 2025
45 freiwillige Helferinnen und Helfer entsorgen einen Nachmittag lang Unrat in Leingarten
Sie opfern ihre Freizeit, um den Unrat einzusammeln, den andere Mitbürger achtlos oder mutwillig an den Straßenrändern, Ortseinfahrten und anderen Plätzen entsorgen: die 45 freiwilligen Helferinnen und Helfer der kommunalen Großputzaktion Let's Putz Leingarten. „Es ist bedeutend weniger angefallen als noch vor fünf oder zehn Jahren“, freut sich der Fischereivereins-Vorsitzende Andreas Schuster. Die gemeinsame Putzaktionen mit der Kommune habe Früchte getragen, meint er.
Die Bürger würden vermehrt darüber nachdenken, ob sie ihren Müll unachtsam in der Landschaft verteilen. Die Helferschar hätte etwas größer sein dürfen, findet Bürgermeister Ralf Steinbrenner. Als „wichtig“ erachtet er eine regelmäßig durchgeführte Putzete, um die Sauberkeit im Ort und an den Gewässern zu erhalten. Grau in grau ist bei der samstäglichen Stadtputzete nur der Himmel, leuchtend orangefarben sind die Warnwesten, die sich die Frauen, Männer und Jugendlichen zu ihrer Sicherheit vor Beginn der etwa dreistündigen Putzaktion auf dem Bauhofgelände überstreifen.
Andreas Schuster teilt die Helferschar in acht Arbeitsgruppen ein, die sich dann mit Greifzangen und blauen Müllsäcken ausgestattet, in Begleitung von fünf Bauhoffahrzeugen entsprechend seinen Einsatzplänen auf den Weg macht, um die Spazier-, Rad- und Feldwege sowie die Straßenränder, Biotope, Bach- und Seeufer vom angesammelten Müll zu befreien.
Mit Feuereifer dabei ist auch das Ehepaar Bettina und Heiko Müller, das mit ihren beiden Töchtern Celina (10) und Theresa (8) bereits seit einigen Jahren an der zweimal im Jahr stattfindenden Putzete teilnimmt. „Wir wohnen in Leingarten“, erzählt die Zehnjährige „und wollen deshalb eine saubere Stadt.“ Der Vater nickt und ergänzt: „Mit der gemeinsamen Teilnahme an der Umweltaktion möchten wir unseren Kindern Sauberkeit in der Natur vorleben.“
Wenngleich sich das Umweltverhalten der Bevölkerung stark gebessert hat, werden doch noch einige Schmutznester mit Plastikartikeln, Styroporplatten, Blechdosen, Glasflaschen und Zigarettenkippen an den Straßenrändern Richtung Schwaigern, Kirchhausen und Nordheim aufgespürt.
Brigitte Arnold schüttelt nach dem Fund von zwei „vollen“ Babywindeln nur den Kopf. Die Schriftführerin des Fischereivereins, Anika Brandstätter und Otto Flemmer haben im Bereich der Eppinger Straße einen Badhocker und zwei Motorroller-Reifen gefunden. Über rücksichtslose Autofahrer an der L 1108 beklagt sich Günter Koch, die von Nordheim kommend trotz aufgestellter Warnhinweise während der Sammelaktion den Fuß nicht vom Gaspedal nahmen.
Die verstopfte Fischtreppe im Leinbach beim Mühle-Familienzentrum ist von den engagierten Saubermännern nicht nur von Natur- sondern auch von Industrieholz befreit worden. Körperliche Fleißarbeit verrichten an diesem Nachmittag auch sechs Aktive des Fischereivereins, die mit Spaten und Schaufeln die verschlammten und teilweise zugewachsenen Zulaufrinnen aus den Weinbergen in den Annungsee wieder frei machen.
Am Ende ihres gemeinsamen Einsatzes bekommen die fleißigen Helfer im Bauhof ein deftiges Vesper mit Steaks, Grillwürsten und Käse serviert.
Text und Fotos: Josef Staudinger
Let's Putz März 2025
Strahlender Sonnenschein bei der traditionellen „Let's Putz“-Aktion – Über 40 freiwillige Helferinnen und Helfer sammeln einen Nachmittag lang Unrat in Leingarten.
Bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein schwärmen in Leingarten bei „Let's Putz 2025“ wieder zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer aus, um die Stadt von achtlos weggeworfenem sowie wild entsorgtem Unrat zu befreien. Die vorbildliche Clean-up-Arbeit in der Kommune hat bereits eine jahrzehntelange Tradition. Zum 23. Mal wird die 2005 ins Leben gerufene kommunale Säuberungsaktion „Let’s putz Leingarten“ zusammen mit der Putzaktion des Fischereivereins kombiniert, dessen heutiger Ehrenvorsitzenden Hans Ulrich bei den Petrijüngern vor über 40 Jahren als erster Landkreis-Verein eine Gewässer- und Biotop-Reinigungsaktion eingeführt hat.
Andreas Schuster, der seit 2017 den Fischereiverein leitet, teilt am Samstagnachmittag mit präzisen Anweisungen die über 40-köpfige Helferschar ein. Mit dabei ist eine Gruppe der Jugendfeuerwehr mit ihren Betreuern, die seit vielen Jahren zum Stamm der Großputzaktion gehört und zum ersten Mal auch Teilnehmer der Kindergruppe Brandknirpse. Nach der Austeilung der Warnwesten, Greifzangen und Müllsäcke machen sich acht Kolonnen, begleitet von fünf Bauhof- und zwei Feuerwehrfahrzeugen entsprechend Schusters Einsatzplänen auf den Weg, um die Spazier-, Rad- und Feldwege sowie die Straßenränder, Biotope, Bach- und Seeufer vom über die
Wintermonate angesammelten Müll zu befreien. Mit viel Enthusiasmus und bester Stimmung gehen die Bürger, Mitglieder des Fischereivereins sowie die zahlreichen Jugendlichen bei der über zweistündigen Freiwilligenaktion ans Werk.
„Der Müll ist Gott sei Dank weniger geworden“, findet Schuster, der an den Vortagen die Strecke bereits inspiziert hat. Dieser Eindruck wird von den Säuberungstrupps bestätigt, wenngleich sie partiell noch einige „Schmutznester“ aufspüren. Knapp ein Kubikmeter Unrat wird am Ende abtransportiert. Darunter sind nicht nur Gegenstände, die verantwortungslose Autofahrer schnell aus dem Fenster geworfen haben, sondern auch ein wild entsorgter Kinderwagenaufbau mit Rädern bei der Fischtreppe im Leinbach, Bäckereitüten, Hygieneartikel, Styroporteile, eine mehrere Quadratmeter große Plastikfolie, ein halber Gartenstuhl, Blumenübertöpfe, Coffee-to-go-Becher sowie jede Menge leerer „Flachmänner“, E-Zigarettenreste und Pfandflaschen.
Zum ersten Mal dabei sind der 13-jährige Leon und sein Bruder Felix (10) mit ihrem Papa. „Es ist nicht schön, was die Leute alles wegwerfen“, findet Leon. Davon kann Ortwin Czarnowski wahrlich ein Lied singen. An der Nordheimer Straße hat er mit seiner Truppe mehrere Tüten voller Hundekot gefunden. „Das ist einfach ekelhaft“, schimpft er. Vom Unrat her ist Czarnowskis Eindruck, wäre ansonsten alles mehr „hui“ als „pfui“. Ralf Jung, der mit seinem Arbeitstrupp an der Kreisstraße Richtung Schwaigern zugange ist, berichtet, dass sie leider mehr Unrat als letztes Jahr gefunden hätten. Nicht wenige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen der Umstellung des geplanten Abfallsystems ab 2026 mit sorgenvoller Miene entgegen, weil sie unter anderem befürchten, dass die wilden Müllablagerungen an den Straßenrändern und sonstigen Plätzen wieder zunimmt. Sie hoffen, dass dies nicht der Fall sein wird. Schweißtreibende Fleißarbeit verrichten an diesem Nachmittag vier Aktive des Fischereivereins, die mit Spaten und Schaufeln auf einer Strecke von rund 200 Metern die verschlammten und teilweise zugewachsenen Zulaufrinnen aus den Weinbergen in den südlich des Heuchelbergs gelegenen Annungsee wieder frei machen. „Wenn die Anlieger nur einmal im Jahr die Schaufel in die Hand nehmen würden, um die Zuläufe zu säubern, könnten wir uns die Arbeit ersparen“, meint Winfried Kraut.
Laut Rückmeldung der Einsatztruppen, so Schuster, habe in einigen Bereichen teilweise etwas mehr, teilweise aber auch etwas weniger Müll als im vergangenen Jahr entsorgt werden müssen, berichtet er. Schuster hofft, dass bei der nächsten Putzete am 8. November wieder alle mitmachen. „Es dürfen auch gerne etwas mehr Helfer als heute sein“, wünscht er sich.
Viel Lob („ihr habt gute Arbeit zum Wohle der Umwelt verrichtet“) verteilte der Fischereivereins-Vorsitzende an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Dankeschön für euren Einsatz.“ Mit einem deftigen Vesper bestehend aus Steaks, Grillwürsten, Hausmacherwurst und Käse, sorgt der Fischereiverein für das gelungene „Après Putz“.
Text und Fotos: Josef Staudinger
Let's Putz November 2024
Bei der kommunalen Großputzaktion „Let’s putz Leingarten“, die 2005 ins Leben gerufen wurde, ist doch wieder einiges zusammengekommen. Wenn auch längst nicht
mehr so viel wie noch vor fünf oder zehn Jahren. 75 Helferinnen und Helfer sind im Einsatz, um dem wilden Müll auf der Gemarkung zu Leibe zu rücken.
Rund einen halben Kubikmeter Müll werden am Ende der zweieinhalbstündigen Aktion von den vier Bauhoffahrzeugen zur Entsorgung abtransportiert. „Es ist weniger geworden als noch vor einigen Jahren“, freut sich der Fischereivereinsvorsitzende Andreas Schuster. Die gemeinsamen Putzaktionen der Kommune und des Fischereivereins scheinen dafür zu sorgen, dass der eine oder andere Bürger nachdenkt, bevor er seinen Müll unachtsam in der Landschaft verteilt. Eine feste Bank der Kampagne „Saubere Umwelt“ ist seit vielen Jahren die Jugendfeuerwehr, die auch diesmal mit einer achtköpfigen Truppe und fünf Betreuern vertreten ist.
Unter der großen Helferschar befinden sich zahlreiche Kinder und Jugendliche. So auch eine siebenköpfige Jugendgruppe mit Begleitpersonen des Nabu Schwaigern und
Umgebung mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Bahr. Es sei eine Pflicht, an der Großputzaktion teilzunehmen, findet der ehemalige Wirtschaftskreis-Vorsitzende Friedrich Denzinger. Unsere schöne Stadt müsse frei von Unrat sein. Es herrscht strahlender Sonnenschein, als der Organisator, Fischereivereinschef Andreas Schuster, gut vorbereitet die Einteilung der Arbeitsgruppen auf dem Bauhofgelände vornimmt. „Danke, dass ihr so zahlreich gekommen seid“, begrüßt er das Helferteam. Acht Kolonnen, begleitet von Bauhof- und Feuerwehrfahrzeugen, machen sich gemäß Schusters Einsatzplänen auf den Weg, um die Spazier-, Rad- und Feldwege sowie die Straßenränder, Bach- und Seeufer auf einer Fläche von etwa zehn Quadratkilometern von den Hinterlassenschaften gedankenloser Zeitgenossen zu befreien.
Mit großer Schaffensfreude zieht die Helferschar an diesem schönen Novembertag an einem Strang. „Ich habe es mir schlimmer vorgestellt“, berichtet Thomas Gaukel, der mit seiner Gruppe an der stark befahrenen Nordheimer Straße Dienst verrichtet. Teilweise gebe es schon noch Müllnester mit Glasflaschen, Flachmännern, Coffee-to-go-Bechern und Zigarettenschachteln, informiert Timo Ortwein. Vor allem in der Nähe von Parkplätzen und Straßeneinmündungen. Das Arbeitsteam um Ralf Jung und Friedrich Denzinger hat an der Kreisstraße Richtung Schwaigern sogar einen Schlepperreifen gefunden. Und Brigitte Arnold deutet auf zwei etwa 40 mal 25 Zentimeter große Arzneimittel-Plastikabdeckungen, die an der Kirchhausener Straße wild entsorgt worden sind. Ansonsten, so Revierförster Jens Hey, sei es dort „auffällig sauber“ gewesen.
Körperliche Fleißarbeit verrichten an diesem Nachmittag acht Aktive des Fischereivereins, die mit Spaten und Schaufeln die verschlammten und teilweise zugewachsenen
Zulaufrinnen aus den Weinbergen in den Annungsee wieder frei machen.
„Ihr habt einen tollen Job gemacht“, lobt der Organisator seine vielen Mitstreiter nach getaner Arbeit. „Ich denke, es hat allen Spaß gemacht bei diesem Wetter“. Ein Sonderlob verteilt Andreas Schuster an die kleinen Akteure, die durch ihre Teilnahme schon in jungen Jahren Umweltbewusstsein lernen würden. Die anschließende Brotzeit lassen sich alle munden, denn diese ist mit Grillwürsten, Steaks, Dosenwurst und Käse reichhaltig ausgefallen.
Let'S Putz März 2024
Aktion „Let's Putz Leingarten“ mit großer Beteiligung – Über 80 Freiwillige sammeln Müll entlang von Straßen, Gewässern und Spazierwegen
Sie ist ein gutes Beispiel gelebter städtischer Gemeinschaft: Die 2005 ins Leben gerufene kommunale Säuberungsaktion „Let’s putz Leingarten“. Zum 13. Mal wurde sie mit der zweimal jährlich durchgeführten Putzete des örtlichen Fischereivereins veranstaltet. Strahlend blauer Himmel ist am Samstagnachmittag der Wegbegleiter, als sich die über 80 freiwilligen Helfer auf dem Bauhofgelände zusammenfinden, um den wilden Abfall auf Leingartener Gemarkung zu entsorgen.
Abfahrt zum Einsatzort.
„Hallo, liebe Kinder, Jugendliche und Erwachsene“, begrüßt Andreas Schuster das „Clean-Team“. „Ich freue mich“, so der Fischereivereins-Vorsitzende, „dass heute so viele Helfer gekommen sind, um bei der Großputzete mitzumachen“. Das Wetter spiele im Gegensatz zur Herbstputzete Anfang November heute Gott sei Dank mit, meint er mit einem Blick zum fast wolkenlosen Himmel aufschauend. Ralf Steinbrenner ist erfreut darüber, dass sich auch viele neue und junge Gesichter unter den Let's-Putz-Teilnehmern befinden. Das sei ein Zeugnis für das steigende Umweltverständnis in der Bevölkerung, so der Bürgermeister. Ein Lob spendet er den Fischern, die allein mit 30 Frauen und Männern vertreten sind, der tüchtigen und stets präsenten Jugendfeuerwehr-Truppe, den sieben Kindern samt Begleitpersonen der in Schwaigern ansässigen Naturschutzjugend (Naju). Von vielen bemängelt, wird das Fehlen der meisten Stadtratkandidaten, die am 9. Juni bei den Kommunalwahlen ihren Hut ins Rennen werfen wollen. Nur vier von ihnen sind anwesend.
Nicht ungefährlich ist die Arbeit auch an der viel befahrenen Kreisstraße Richtung Schwaigern. Zum ersten Mal an der Putzaktion nehmen Emma Schnaidawind mit ihrem sechsjähriger Sohn Henri, ein begeisterndes Mitglied der Naju, teil. Die Leingartenerin findet die kommunalen Putzaktionen „toll“, weil unsere schöne Stadt sauber gehalten werden müsse und auf billige Art und Weise entsorgter Unrat deshalb fehl am Platz ist. Die ganze Familie, erzählt sie, sammle bei ihren Waldspaziergängen stets den an den Wegrändern herumliegenden Müll ein. Schon Tage zuvor hat Andreas Schuster die Großaktion vorbereitet und dabei die Straßen und Wege in der Stadt abgefahren, um die Schwerpunkte der Vermüllung zu ermitteln. Im Großen und Ganzen sehe alles recht ordentlich aus, berichtet der Fischereichef. Nur an den Ortseingängen, so Schuster, lasse das Umweltbewusstsein der Bevölkerung doch zu wünschen übrig.
Das Jugendfeuerwehr-Quartett sammelt hier Unrat am Eichbottgraben. Acht Kolonnen, begleitet von vier Bauhof- und einem Feuerwehrfahrzeug machen sich entsprechend Schusters Einsatzplan auf den Weg, um die Spazier-, Rad- und Feldwege sowie die Straßenränder, Biotope, Bach- und Seeufer von den Hinterlassenschaften gedankenloser Müllsünder zu befreien. Mit viel Schaffenslust ziehen die Teilnehmer aus den Reihen der Bevölkerung, des Fischereivereins, der Jugendfeuerwehr (JFW) und verschiedener Vereine an einem Strang. Max Gahse (JFW) ist mit seinen Kameraden von der Hilpertwiese aus entlang des Eichbottgrabens bis zu den Eichbottseen im Einsatz. Der Neunjährige kann nicht verstehen, dass manche Leute ihren Müll einfach wild in der Landschaft entsorgen.
Ein illegal weggeworfenes Kinder-Fahrrad wird vom Bauhof-Mitarbeiter Bernd Müller in den Container entsorgt. Punktuell sei es an der nach Schwaigern führenden Kreisstraße relativ stark vermüllt, berichtet Tilman Dautel. Unter dem Unrat befinden sich jede Menge „Flachmänner“ und Coffee-to-go-Becher. Viele Dinge würden bewusst und nicht nur achtlos weggeworfen, ärgert sich Sabine Birkle. „Unglaublich, was da alles zum Vorschein kommt“, rügen Viktor Bitter und Timo Ortwein die Zustände am Leinbach nördlich des Mühle-Familienzentrums. Knietief im Gewässer stehend ziehen sie nicht nur Hecken- und Obstbaum-Schnittgut, sondern auch Schaltafeln und Bauholz an Land. Mit dem Kopf schüttelt auch Bauhof-Mitarbeiter Bernd Müller über die wilden Ablagerungen unweit der Eichbottschule. Unter den illegal entsorgten Gegenständen befinden sich unter anderem ein Kinderfahrrad, ein altes Bett, zwei Heizkörper und ein Einkaufswagen. „Es ist unglaublich, was sich die Leute dabei denken“, schimpft Müller. Während die Helferschar noch fleißig dabei ist, den Wohlstandsmüll der Umweltsünder einzusammeln, ist der wirtschaftliche Leiter des Fischereivereins (FV), Ralf Gogel, auch nicht untätig gewesen. Im Bauhof hat er mit Unterstützung von Martin Burgert und Lenn Steinbrenner während dieser Zeit das vom FV-Ehrenvorsitzenden Hans Ulrich organisierte Vesper mit Steaks, Grillwürsten, Kartoffelsalat und Büchsenwurst für die hungrigen Mäuler vorbereitet. Eine von seiner Frau angerichtete Käseplatte gabs noch obendrauf.
Ein deftiges Essen ist der verdiente Lohn nach zweieinhalbstündiger Arbeit. Bei ihrer abschließenden „Manöverkritik“ forderten der FV-Vorsitzende Andreas Schuster und Bürgermeister Ralf Steinbrenner die Beteiligten auf, „der guten Sache treu zu bleiben“ und am 9. November wieder so zahlreich zur Herbstputzete zu erscheinen.



