Erster Bauabschnitt des Erlebnispfades „Heuchelberger Wald“ offiziell eingeweiht
Das Naherholungsgebiet und den angrenzenden Wald mit allen Sinnen erleben und kennenlernen: Das können Kinder und Erwachsene auf dem neu errichteten Erlebnispfad „Heuchelberger Wald“ in Leingarten. Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit wurde am Freitag der erste Bauabschnitt seiner Bestimmung übergeben. Das Projekt der Lokalen AgendaArbeitskreis Lebensraum hat eine Länge von rund 6,3 Kilometern. Der Zuweg verläuft über die Eichbottseen zur Heuchelberger Warte, wo ein 2,7 Kilometer langer Rundkurs beginnt. Vom Erlebnispfad aus führt die erweiterte Wanderroute über die Harchenburg, den Neipperger Parkplatz und über den Panoramaweg wieder zurück zur Warte. Die Strecken sind mit bunten Symbolen ausgeschildert: Der Erlebnispfad mit einem Schmetterling, die Wanderroute mit einem Wanderschuh.
Über 50 Teilnehmer lauschten bei der offiziellen Einweihung am unteren Eichbottsee den Worten von Roland Dietz, dem Ideengebet und Initiator des Erlebnispfades. Die Grundkonzeption sei ab Februar 2005 vom Arbeitskreis Lebensraum in zahlreichen Sitzungen erarbeitet worden, erläuterte er. Der Tiefbauingenieur bedankte sich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vom Nabu Schwaigern und Umgebung, vom Schwäbischen Albverein Leingarten, vom Heimatvereins, vom Forstrevier Leintal, sowie vom Tierschutzverein Tierfreunde Marienhof Schwaigern und Umgebung.
Auch bei den Schülern, Lehrern und Eltern der Eichbottschule, die im Rahmen von Projekttagen verschiedene Stationen gestaltet und aufgebaut haben, für die tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes. Vorbildliche Arbeit leistete auch der Bauhof. Für das Zimmern der Sitzbänke sowie für die Versorgung mit Hochstämmen und für die Verkehrssicherheit der Wegetrassen wardasForstrevier Leintal unter der Leitung von Revierförster Jens Hey zuständig.
Lob zollte Dietz vor allem der Lehrerin Andrea Kohler für ihr großes Engagement sowie dem fleißigen Schreinerteam mit Wilhelm Feucht, den Vorsitzenden Herbert Ohr (Nabu) und Roland Krause (Tierfreunde Marienhof), das in einer einwöchigen Aktion elf Grundständer gebaut und die Tafeln montiert hat. Als Highlight sollen einige der 33 Stationen noch mit Abfragesystemen nachgerüstet werden.
Beim Durchwandern der Strecke gab es naturnahe Informationen über die Fischarten im Eichbottsee, die Waldbewohner und heimischen Baumarten. 15 Nistkästen für Singvögel, Fledermäuse und Wiedehopfe wurden vom Nabu gestiftet. „Zimmer frei“, steht in großen Lettern auf einer Schautafel, die das summende und brummende Insektenhotel beschreibt. Das originelle Haus bietet seinen Mietern verschiedene Kleinbiotope zum Wohlfühlen.
Immer wieder gab es Beifall von den Gästen für die abwechslungsreich gestalteten Spiel-, Erlebnis- und Informationsstationen. Der originelle Webrahmen, der Fühlkasten, der Klangflügel, der Weidentunnel oder das riesige Spinnennetz lassen bei den Kindern bestimmt keine Langeweile aufkommen. Beim Weitsprung können sich aktive Kids mit heimischen Waldbewohnern messen. Für Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen interessant sind die Infos über die Frankenschanze. Den 84 Meter langen und 66 Meter breiten Ringwall bezeichnet Lothar Böhringer als „eines der größten Geheimnisse in Leingarten“.
Die Übersichstkarte "Erlebnispfad Heuchelberger Wald" können Sie im PDF-Dokument downloaden
Nach Abschluss des Rundganges wurden die Teilnehmer vom Wirtsehepaar der Waldschenke, Jürgen und Inge Wieland,kostenlos bewirtet.
Info: 13 000 Euro wurden bisher für den ErlebnispfadHeuchelberger Wald ausgegeben. Der zweite Bauabschnitt mit zusätzlichen Stationen ab dem Steinbruch auf dem Heuchelberg soll im Herbst in Angriff genommen werden. Die Kosten beziffert Roland Dietz auf rund 8000 Euro. Er hofft, dass sich noch ein paar Sponsoren finden lassen.